PrometheusVariationen I
Wort&Musik&Tanz&
Tanzenberg, 27. Juni 2008, 19.00 Uhr

variatio variationum, omnia variatio …

Das Programm der PrometheusVariationen I bietet in der 'synarten‘ Verbindung von Musik, Wort und Tanz zwei in sich variable Reihen:

Stücke für Klavier von der Klassik (Beethoven) über das 19. und frühe 20. Jahrhundert bis in die zeitgenössische Moderne (J. M. Staud und A. Filonenko) und – teils intertextuell, teils assoziativ dazu in Beziehung gesetzt – Texte aus zweieinhalb Jahrtausenden: von Aischylos über Kafka, Mandelstam, Skrjabin, Kunert, Handke bis hin zu Ruth Weiss und zu einem eigens für die PrometheusVariationen I geschriebenen Text von Christoph W. Bauer, dem 'poet in residence' des Projekts, und zu Texten aus den Prometheus-Workshops.

Innerhalb dieser variablen Sequenzen sind Variationsreihen das strukturbildende Element: Beethovens 'Eroicavariationen‘ und – diesmal nur exemplarisch vertreten – Ted Hughes‘ Zyklus 'Prometheus on his Crag‘.

In dieser Band- und Variationsbreite wird in vielfältiger Weise und paradigmatisch die perpetuierte künstlerisch-kreative Arbeit am Mythos deutlich, in der sich seine immerwährende und unmittelbare Gegenwart manifestiert. Oder mit den Worten eines Philosophen aus der Spätantike ausgedrückt: Das hat sich nie ereignet – ist aber immer (Salustios).

Variabilität ist also gleichsam der dramaturgische Faden: 'So soll das Werk sein. Beispiele aus vielen Künsten, Beispiele aus vielen Zeiten, aber zur Einheit zusammengedacht' (Seneca).

Variabilität auch auf der Seite der Mitwirkenden: Vom engagierten Schülerbeitrag – fast 100 Schülerinnen und Schüler sind aktiv beteiligt – bis hin zu Gipfelleistungen der Interpretationskunst international renommierter Künstler.

'Synarte‘ MythArbeit also: PrometheusVariationen I.

Ernst Sigot



Die Aula des BG Tanzenberg - Der Spiel.Raum für die PrometheusVariationen I.