Kunst-Tag in der Künstlerstadt Gmünd – 7AB

Aktualisiert: Juli 15




In Zusammenarbeit mit zwei großen europäischen Picasso-Druckgrafiksammlungen der deutschen Sammlung Boisserée in Köln und der Frederick Mulder Ltd. Printcollection in London hat es die Initiative Gmünd heuer geschafft, das druckgraphische Werk des wohl berühmtesten Künstlers des 20. Jahrhunderts, Picasso, zu präsentieren.

Es handelt sich dabei um eine wunderbare Auswahl von Lithografien, Aquatinta-Radierungen (Suite-Vollard - eine Serie von 100 Blätter, die Picasso zwischen 1930 und 1937 geschaffen hat) und farblichen Linolschnitten aus den letzten vier Schaffensjahrzehnten von Picasso. Diese grafischen Blätter sind sonst nur in großen Museen zu sehen und auch dort sind sie aufgrund ihrer empfindlichen Beschaffenheit in keiner Dauerausstellung zu finden.


Diese Gelegenheit, grafische Werke Picassos aus der Nähe zu sehen und kennenzulernen, wollten die SchülerInnen der 7AB-Klasse nicht verpassen und begaben sich daher am 05.07. in die Kulturstadt Gmünd.


Neben Picassos Ausstellung in der Turmgalerie, welche nicht geplant, aber dennoch willkommen war, erhielten wir von unserem äußerst kompetenten und enthusiastischen Guide, Herrn Johannes Krämmer, auch eine kurze Stadtbesichtigung und Einblicke in drei weitere Ausstellungen.


Wir betrachteten großformatige stimmungsvolle abstrahierte Landschaftsgemälde (und ein Portrait) von Linda Berger und Bernard Ammerer in der Stadtgalerie Gmünd und die beeindruckende Fotografie-Ausstellung “Deutscher Friedenspreis für Fotografie“ - dem 50-Jahre-Jubiläum der Freundschaftsstadt Osnabrück gewidmet - im historischen Gebäude, der Lodronschen Reitschule.

Für die Preisträger-Fotografie-Ausstellung wurden Fotos von 252 ProfifotografInnen aus 42 Ländern eingereicht, die von einer hochkarätigen Jury bewertet wurden. Die Hauptpreisträgerin Johanna Maria Fritz thematisierte mit ihren Bildern die aktive Zirkuskultur bzw. die „Clowns“ in verschiedenen Kriegsgebieten, welche mit ihrer Kunst versuchen, „ein Stück der Normalität“ dem Krieg zum Trotz an die Tagesordnung zu bringen. Auf ihren Fotos prallen zwei Welten aufeinander: auf der einen Seite das harte, farblose, unmenschliche, schmerzerfüllte Bild des Krieges und auf der anderen Seite der Zauber der Artistik als Zeichen der Hoffnung.


In der Gewölbe-Galerie von Alte & Neue Kunst hatten die SchülerInnen der 7AB noch die Gelegenheit, die handgestrickten Textil-Objekte, fragile Hautkleider, Papierarbeiten zum Anfassen und Installationen der jung-gebliebenen und bekannten zeitgenössischen Kärntner Künstlerin Marlies Liekfeld-Rapetti zu bewundern.


Beim Spazieren in der Stadt konnten wir außerdem die fantasievollen Skulpturen eines weiteren zeitgenössischen Kärntner Künstlers, Fritz Russ, im Skulpturenpark bewundern.


Es war ein schöner Tag voller künstlerischer Eindrücke.








Fotos: Victoria Lenz & Helena Fok

Jehona Shaqiri-Petritz

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