„SUBJEKT. FRAU. OBJEKT.“ – Museumsbesuch im MMKK Klagenfurt
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Über Jahrhunderte hinweg wurde das Frauenbild in der Kunst vorwiegend von männlichen Künstlern geprägt. Frauen wurden oft als passive, ornamentale oder stark sexualisierte Objekte dargestellt, um männliche Ideale von Schönheit und Gehorsam zu vermitteln.
Seit dem 20. Jahrhundert wird diese Perspektive durch die feministische Kunstbewegung grundlegend hinterfragt. Künstlerinnen thematisieren ihre eigenen Erfahrungen, ihren Alltag und ihren Körper aus einer selbstbestimmten Sicht und setzen sich kritisch mit Geschlechterrollen auseinander.
Die Vielschichtigkeit dieses Themenkomplexes wurde im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts im Wahlpflichtfach Psychologie und Philosophie (bei Prof. Claudia Wobovnik) sowie im Unterrichtsfach Kunst und Gestaltung (bei Prof. Jehona Shaqiri-Petritz) behandelt. In diesem Zusammenhang besuchten die Schüler:innen der Klasse 7A am 3. Februar die Ausstellung „SUBJEKT. FRAU. OBJEKT.“, kuratiert von Ute Liepold und Christine Wetzlinger-Grundnig, im Museum Moderner Kunst in Klagenfurt.
Die Ausstellung war ursprünglich als chronologisch angelegte Darstellung der Sammlungsbestände weiblicher Kärntner Kunst der vergangenen 200 Jahre konzipiert. Da Künstlerinnen jedoch erst seit den 1950er-Jahren systematisch dokumentiert wurden – meist lediglich durch wenige Arbeiten –, entschied man sich für einen dezidiert feministischen Blick auf die seit 1933 aufgebaute Sammlung, die zu rund zwei Dritteln aus männlichen Positionen besteht.
Der Ausstellungsaufbau orientiert sich an thematischen Schlagworten wie Identität und Rolle, Körper und Körperwahrnehmung, Unterdrückung und Ausbeutung, Selbstermächtigung und Emanzipation, Sexualität und Begehren sowie Subjektentwürfe und Empowerment.
Die in unterschiedlichen Medien ausgeführten Arbeiten verschiedener Künstler:innen thematisieren dabei die Spannungsfelder zwischen Objekt- und Subjektstatus sowie zwischen Unterdrückung und Selbstbestimmung.
Nach der Führung nahmen die Schüler:innen an einem themenbezogenen Kunstworkshop teil und setzten ihre Eindrücke kreativ um.
Anschließend besuchte die 7A die Ausstellung „NO PLANET B“ in der Alpen-Adria-Galerie.
Diese Ausstellung entstand im Rahmen des EU-Klima- und Umweltschutzprojekts „Clarity“ und basiert auf einem offenen Kunstwettbewerb, bei dem sich bildende Künstler:innen aus Kärnten mit ökologischer Verantwortung, dem Klimawandel und dem Schutz unseres Planeten auseinandersetzten. Die ausgewählten Arbeiten zeichnen sich durch eine große Vielfalt an Ausdrucksformen aus und regen zum Nachdenken an.
Jehona Shaqiri-Petritz














































































































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