„UNSCHÄRFE-SCHÄRFEN“ ein UNESCO- und Europa-Projekt der 6A

Aktualisiert: Mai 29





Da 2021 das 75. Jubiläumsjahr Tanzenbergs ist, erhielten die SchülerInnen der 6A-Klasse im Rahmen des digitalen Lernens im Fach Bildnerische Erziehung zu den Themenpools „Künstlerische Konzepte und Strategien in der Bildenden Kunst“ und „Fotografie“ die Aufgabe, mit ihren Smartphones unsere wunderschöne Schule zu fotografieren.


Input für unser Projekt war die Kunstinstallation für die Fastenzeit im Klagenfurter Dom vom Wiener Künstler-Duo Marcus Hanakam und Roswitha Schuller. Aber auch zahlreiche Beispiele aus der Kunstgeschichte dienten als Inspiration für dieses Projekt, wie beispielsweise die Verpackungs-Kunst des Künstlerehepaars Christo und Jeanne-Claude oder manche Kunstwerke von Man Ray, A. Tàpies und Joseph Beuys oder auch Robert Rauschenbergs monochrome schwarze und weiße Bilder.

Die SchülerInnen sollten sich auf Details, Strukturen und den Bildausschnitt konzentrieren und Fotos gestalten. Im Nachhinein sind durch Bildbearbeitung (mit Handy-Apps) interessante Foto-Collagen entstanden.


Das Projekt hat fächerübergreifend mit dem Fach Religion unter der Leitung von Professor Daniel Schöffmann stattgefunden. Die SchülerInnen haben sich in Religion in Wort und Bild mit der Entstehungsgeschichte des Renaissanceschlosses und der neuromanischen Seminarkirche Tanzenbergs auseinandergesetzt.


Um ihre MitschülerInnen dazu zu motivieren, sich mit dem "Tanzenberg-Bau" und den Themen Kunst und Wahrnehmung auseinanderzusetzen, hat sich die 6A zusätzlich ein Gewinnspiel ausgedacht. Da der 18. April seit 1982 als „World Heritage Day“ sowie als österreichischer Welterbetag gilt, haben sich die SchülerInnen symbolisch für 18 „rätselhafte“ Fotos für das Gewinnspiel entschieden.


Die Einstellung, Aufmerksamkeit und Erwartungen des Betrachters entscheiden darüber, wie das mögliche Sinneserleben erfahren wird. Es hängt vom Bewusstsein ab, was man wahrnimmt. In der Kunst spricht man oft auch vom „bewusst Sehen“. Jeder kennt die Erfahrung, dass wir, wenn unser Bewusstsein durch eine neue Erkenntnis bereichert wurde, die Erscheinung dieser Erkenntnis plötzlich überall wahrnehmen und uns wundern, dass uns dies früher entgangen und überhaupt nicht aufgefallen ist. Bei der Wahrnehmung geht es also um die Öffnung gegenüber Neuem.

Wahrnehmungsirritationen durch verschiedene Kunst-Konzepte und Methoden, wie Verhüllung, Verschleierung, Verfremdung durch Vergrößerung, Collage etc. prägen die Kunst des 20. Jahrhunderts. Diese künstlerische Strategie verändert das Sehen. Sie fordert das Denken und visuelle System, wodurch ein bewusstes, fokussiertes, präzises Sehen entsteht.

In diesem Sinne haben die SchülerInnen mit ungewöhnlichen Kompositionen, Blickwinkeln und selektivem Ausschnitt experimentiert und mit Vergrößerungen „Unschärfe“ oder mit Schärfe Tiefe erzeugt.

Auf den ersten Blick vertraut, aber durch den Bildausschnitt und die Bearbeitung doch fremd und schwer zuzuordnen, haben die Fotos eine überraschende Wirkung.

Und gerade das wollten die SchülerInnen der 6A mit diesem Foto-Projekt bei den anderen SchülerInnen des BG Tanzenberg erreichen - durch diesen „Unschärfefilter“ Neugier erwecken und Wahrnehmung schärfen.


Im Rahmen dieses Projekts haben durch eine Verlosung folgende SchülerInnen ein Preisgeld gewonnen:


Anna Greiler 1D

Melanie Fasching 1D

Maximilian Scheiber 5A


Im Anschluss sind noch weitere Fotos zu sehen, die im Rahmen dieses Projektes entstanden sind.


Gruppenfotos: Daniel Schöffmann


Jehona Shaqiri-Petritz





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