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WAPPENSAAL & CO

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Am 30.04 unternahm die Wahlplichtfachgruppe Geschichte und Politische Bildung 6AB/7A eine Exkursion nach Klagenfurt. Am Tagesprogramm standen eine Führung im Wappensaal, eine Landtagssitzung und eine Stolperstein-Führung.

 

Julia, Johannes und David schreiben:  

Nachdem wir natürlich auch eine kleine Kaffeepause eingelegt hatten, begaben wir uns also in den Wappensaal. Wussten Sie, liebe Leserinnen und Leser, dass sich in jenem Saal genau 665 Wappen befinden? Nein? Macht nichts, wir auch nicht. Glücklicherweise jedoch hatte Frau Professor Steinkellner eine kurze Führung organisiert, die unser Wissen bereichern konnte: Im Wappensaal, der im 18. Jahrhundert errichtet wurde, befinden sich die Wappen vieler Kärntner Landstände. Über jedem Wappen befindet sich eine Krone, welche, je nach Zackenanzahl oder sonstiger Extravaganz, die Macht der Adelsfamilie beschreibt. Auch die Decke des Saals ist reich bemalt. Die Malereien zeichnen sich durch ihre Detailgenauigkeit und symbolische Darstellungen aus. Die dort dargestellten Bilder zeigen historische Szenen und Persönlichkeiten, welche für Kärnten von Bedeutung waren. Die Malereien zeichnen sich durch ihre Detailgenauigkeit und symbolische Darstellung aus.

Doch nicht nur Wappen konnten besichtigt werden: Auch eines der ältesten Rechtsdenkmäler Europas, der Fürstenstein, befindet sich in Klagenfurt!

Viel Zeit zum Staunen blieb jedoch leider nicht mehr, denn selbstverständlich konnten wir uns die Landtagssitzung nicht entgehen lassen. So kam es also dazu, dass wir ein wenig später heiße Diskussionen zu den Themen Asylpolitik, Koralmbahn und Innovation live miterleben durften.

Besonders auffallend empfanden wir die Art zu diskutieren, da sich jene nicht so sehr von den üblichen Diskussionen in unserer Klasse unterschied. Einige Politiker:innen schienen ganz gelassen zu sein, andere erklärten sehr sachlich und wiederum andere argumentierten energisch. Als Zuschauer:in fiel es uns manchmal schwer bei diesem Tempo mitzuhalten, doch zum Glück wusste Frau Professor uns zu helfen. Die nicht verstandenen Themen wurden uns also außerhalb des Landtages nochmals erklärt und wenig später gelang es auch unserer Gruppe, darüber zu diskutieren.

 

Gedanken zur Stolpersteinführung von Antonia und Johanna:

Es gibt viel Geschichtliches in Klagenfurt zu entdecken, auch wenn man es manchmal nicht sieht oder bemerkt. Doch manchmal könnte man auch über die Geschichte stolpern. Wenn man bei einem Spaziergang durch die Klagenfurter Altstadt auf den Boden schaut, wird man vielleicht Messingplatten bemerken. Diese Platten bringen tragische Geschichten und die Schicksalsschläge der jüdischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht. Jede Platte hat einen Namen und mehrere Daten sind mit Hand eingeritzt. Beispiele, wie Hermine Preis, und viele andere erzählen von diesen schrecklichen Begebenheiten. Es gibt in Europa über 125 000 Stolpersteine, die in einer etwas ruhigeren Art an die Opfer des Holocaust erinnern sollen. Sie sind immer dort platziert, wo eine Person oder auch eine Familie vor dem Zweiten Weltkrieg gelebt hat.

Es ging aber nicht nur um die Steine an sich. Es ging mehr um die Menschen und ihre persönliche Geschichte. Unser Guide hat uns über seine eigenen Verbindungen mit dem Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg erzählt. Seine persönlichen Erlebnisse haben uns sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Vor dieser Führung war uns überhaupt nicht bewusst, dass auf so vielen populären Plätzen in Klagenfurt so viel Schlimmes passiert ist.

 

Von Julia Kalhammer (7A), David Pusar (6A), Johannes Greiler (6A), Antonia Maurer (6B) und Johanna Dreier (6B)



 
 
 

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