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„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“

  • vor 6 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Mauthausen, ein Ort des Gedenkens 


Vor 81 Jahren, am 5. Mai 1945, hatte für Millionen Menschen der Schrecken der Nazi-Herrschaft ein Ende. Vor 81 Jahren befreiten Einheiten der 3. US-Armee die Inhaftierten des Konzentrationslagers Mauthausen. Was sich dort an Unmenschlichkeit offenbart, prägt die Geschichte und die kollektive Erinnerungskultur bis heute.


Auch wenn der unmittelbare Schrecken nach so langer Zeit aus den Gemäuern gewichen und mancherorts „Gras über die Sache gewachsen“ ist, bleibt es ein Ort, der betroffen und sprachlos macht. Für die Schüler:innen der 4. Klassen des BG Tanzenberg war es eine Reise in das dunkelste Kapitel österreichischer Geschichte und eine angemessene Möglichkeit, Geschichte erlebbar zu machen. 


Unter professioneller Führung hörten wir unmittelbar an authentischen Schauplätzen vom trostlosen Alltag des Lagerlebens und den Schikanen der Aufseher. An der „Todesstiege“ und der „Fallschirmspringerwand“ wurden wir mit den Abgründen ideologischen Irrsinns konfrontiert. Ein Gang durch die „Todesräume“ bildete den pietätvollen Abschluss der Exkursion. Hier erhielten die unzähligen Ermordeten ihren Namen zurück und die Gesichter auf den Fotos zeugen von einem Leben, aus dem man sie gewaltsam gerissen hatte.  

Die heute 14-jährigen Schüler:innen sind die erste Generation, der ein persönlicher, familiärer Bezug zu dieser Thematik fehlt – ihre Großeltern haben diese Zeit nicht mehr miterlebt. Doch der Symbolcharakter dieses Ortes des Gedenkens ist allen wohl bewusst geworden und wird es auch bleiben.


Prof. Johannes Kölz



 
 
 
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